#vorwort

Im Rahmen des mediaCamp 2012 widmeten sich 13 Studierende vom 10. September bis 5. Oktober 2012 dem Thema „Digitale Bürger und die gläserne Gesellschaft“. Im Medieninnovationszentrum Babelsberg (MIZ) erarbeiteten die Teilnehmenden unter der inhaltlichen Leitung des Instituts für Kommunikation in sozialen Medien (ikosom) ein innovatives eBook, das die Möglichkeiten von Buch, Fernsehen und Radio integriert.

Inhaltlich wegbereitend standen zahlreiche Referentinnen und Referenten, wie u.a. Dr. Ansgar Klein, Dr. Alexander Dix, Ulrike Langer, Philip Banse, Lavinia Steiner und Dr. Oliver Märker den mediaCampern mit Rat und Tat zur Seite. Der dialogische Ansatz spiegelt sich im Ergebnis wieder.
Die Ergebnisse des Medienkompetenzprojekts sind der Blog digitalbuerger.de sowie das eBook #rahmenwechsel. In erster Linie handelt es sich hierbei um interaktive Plattformen junger Autorinnen und Autoren. Ausgehend von der Fragestellung, wie transparent sich die heutige Internetnutzung für Userinnen und User gestaltet, informiert das virtuelle Buch über datenschutzrechtliche Prozesse und tagesaktuelle Fragen. Das Resultat ist eine digitale Bestandsaufnahme einer sich im ständigen Wandel befindlichen Netzkultur.

#rahmenwechsel spannt einen virtuellen Rahmen um Paradigmen, die in der realen Welt keine Berührungsflächen zulassen. Beispielsweise trifft Michael Seemann, der Betreiber des Blogs ctrl-verlust.net und überzeugter Anhänger der „Post-Privacy“-Bewegung auf Peter Schaar, den Bundesbeauftragten für Datenschutz Deutschlands. Dieser warnt in seinem aktuellen Buch „Das Ende der Privatsphäre“ vor einer Überwachungsgesellschaft. Komplementiert wird dieses tête-à-tête von dem Netz-Aktivisten Julian Oliver, der für digitale Privatsphäre kämpft, „Crypto-Partys“ für kritische Userinnen und User organisiert und für „DuckDuckGo“wirbt, eine alternativen Suchmaschine, die ihre Nutzerdaten nicht an Werbefirmen weiterleitet.

Mit aufklärerischem Unterhaltungswert für Leserinnen und Leser rahmt das eBook aktuelle Ereignisse aus der Welt des Internets kompakt in das Browserfenster ein und erweitert so manch einen Blickwinkel zur Sicherheit und Privatsphäre im Netz. Jüngste politische Ereignisse werden auf ihre mediale Wirksamkeit überprüft. Lücken im Datenschutzdickicht werden kritisch betrachtet und ein leibhaftiger Selbstversuch zur Quantified Self-Bewegung gestartet. Die vielversprechenden Ergebnisse dieses aktuellen medientheoretischen Diskurses ermutigen zu mehr ePartizpation im Netz. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen, Klicken, Entdecken, Schmunzeln und Rahmenwechseln.

Ihr MIZ-Team

 

 

 

 

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