Book Title: mediaCamp 2012 – #rahmenwechsel

Subtitle: Digitale Bürger_Innen und die Digitale Gesellschaft

Author: mediaCamp 2012

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Book Description: Der Netzmensch erscheint uns als ein freies Wesen, losgelöst von physischen Grenzen, von Ort und Zeit. Wir suchen immer freier nach Informationen, halten Kontakt zu Menschen rund um Globus. Jean-Paul Sartre hat das Internet nicht mehr erlebt – aber er würde wohl behaupten, wir seien zur Freiheit im Informationszeitalter verurteilt. Verurteilt, weil wir uns nicht bewusst dafür entschieden haben. Frei, da wir – einmal in diese Welt geworfen – für unsere Handlungen selbst verantwortlich sind.Doch wie viel dieser Freiheit liegt noch in unserer Händen, wenn Netz-Monopole und Algorithmen über uns herrschen? Wie können wir den Rahmenwechsels sinnvoll nutzen, Gefahren erkennen und vermeiden? Oder ändert sich doch nicht so viel? „same shit, different frame“? Diese Fragen hat sich das mediaCamp 2012 gestellt. Dreizehn Menschen – nicht viel älter als das Internet – sind vier Wochen lang der Zeit, in der wir leben, auf den Grund gegangen. Das Ergebnis strahlt gerade vor Ihnen auf dem Bildschirm. Es freut sich darauf, konsumiert zu werden. Unser E-Book ist nicht nur ein Buch, es ist Fernseher und Radio zusammen. Video-, Audio- und Print-Formate fließen ineinander.

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Book Information

Book Description

Unsere Welt ist neu: in diesem Moment seit knapp 6700 Tagen. So jung ist das Internet, wie wir es kennen. Das Netz formt eine Realität, in der analog und digital verschwimmen. In dieser Neo-Realität machen Menschen, was sie seit jeher tun: sie sprechen, lieben, hassen. Sie spielen Ego-Shooter oder Skat. Sie lernen E-Gitarre auf Youtube. Das Leben bleibt das Leben, aber der Rahmen hat sich geändert.

Für die Mächtigen der Welt hat sich der Rahmen längst gewechselt. Viele von ihnen bemerken das erst gerade. Im Netz werden Bewegungen gegründet, Revolten angezettelt, Kriege geführt. Und in Deutschland twittert sich gerade die Politikszene warm. Langsam, aber immerhin. Es gibt nämlich einiges, über das man sich mal Gedanken machen müsste: Der Datenschutz steht unter Beschuss, das Urheberrecht hat graue Haare und politische Partizipation stapft noch in den Babyschuhen herum.

Für die Gesellschaft, in der wir leben, verändert sich ebenfalls etwas. Nämlich der Rahmen, durch den wir Situationen wahrnehmen, einordnen und mit Sinn versehen. Analoge Gewohnheiten versagen – Konventionen und Wissensvorräte müssen neu ausgehandelt werden. Was in der Kohlenstoffwelt Konsens war, steht plötzlich in Frage: Wie teilen wir uns mit? Wie arbeiten wir zusammen? Und wie schaffen wir es, beim Aufbruch ins Digitalzeitalter niemanden zurückzulassen?

Der Netzmensch erscheint uns als ein freies Wesen, losgelöst von physischen Grenzen, von Ort und Zeit. Wir suchen immer freier nach Informationen, halten Kontakt zu Menschen rund um Globus. Jean-Paul Sartre hat das Internet nicht mehr erlebt – aber er würde wohl behaupten, wir seien zur Freiheit im Informationszeitalter verurteilt. Verurteilt, weil wir uns nicht bewusst dafür entschieden haben. Frei, da wir – einmal in diese Welt geworfen – für unsere Handlungen selbst verantwortlich sind.

Doch wie viel dieser Freiheit liegt noch in unserer Händen, wenn Netz-Monopole und Algorithmen über uns herrschen? Wie können wir den Rahmenwechsels sinnvoll nutzen, Gefahren erkennen und vermeiden? Oder ändert sich doch nicht so viel? „same shit, different frame“?

Diese Fragen hat sich das mediaCamp 2012 gestellt. Dreizehn Menschen – nicht viel älter als das Internet – sind vier Wochen lang der Zeit, in der wir leben, auf den Grund gegangen. Das Ergebnis strahlt gerade vor Ihnen auf dem Bildschirm. Es freut sich darauf, konsumiert zu werden. Unser E-Book ist nicht nur ein Buch, es ist Fernseher und Radio zusammen. Video-, Audio- und Print-Formate fließen ineinander. Organisch, hoffentlich. Wie Sie das Thema erkunden, können Sie übrigens selbst entscheiden: von Einleitung bis Ende oder über Hash-Tags von Thema zu Thema.

Wie alles in dieser hochbeschleunigten Zeit bleiben unsere Beobachtungen und Analysen nur eine Momentaufnahme. Der Stand unseres Rahmenwechsels: eindeutig Beta.

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mediaCamp 2012

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mediaCamp 2012 - #rahmenwechsel Copyright © 2012 by MIBB. All Rights Reserved.

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mediaCamp 2012 – #rahmenwechsel
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mediaCamp 2012
Publisher
mibb
Publication Date
January 1, 1970